Name für die neue Pfarrei gesucht

Ja, da war doch was. Können Sie sich noch an die Ideenbox in unseren Kirchen erinnern? Anfang Februar startete eine Umfrage per Faltblatt, Pfarrbrief und Online-Formular, kreative Vorschläge für ein Patrozinium unseres pastoralen Raum Berlin-Mitte zu machen. Der oder die Namenspatron/ -in sollte selig oder heilig sein, eine Verbindung zum Bistum haben und idealerweise alle beteiligten Gemeinden miteinander verbinden. Das Patrozinium durfte nicht eines der Kirchen des pastoralen Raums und nicht schon für einen Raum vergeben sein.

Von April bis heute ist einige Zeit vergangen aber im Hintergrund viel passiert.
Wo viele Gremien und Köpfe beteiligt werden müssen, braucht es jedoch bekanntlich Zeit.
Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die sich an der Umfrage beteiligt haben.

Die AG Martyria mit ihrer Unter-AG Öffentlichkeitsarbeit sichtete die Stimmen. Unter 128 abgegebenen Voten befanden sich 56 verschiedene, teilweise gut begründete Namensvorschläge. Einige mussten von vorn herein aussortiert werden, weil sie entweder den Namen einer der Kirchen benannten oder keinem der Kriterien entsprachen. Mit Abstand die meisten Stimmen, nämlich 35, fielen auf Bernhard Lichtenberg. Andere klangvolle Namen, wie Teresa, Gertrud von Nivelles, Josefine Baghita, Don Bosco, Oscar Romero, um nur einige zu nennen, erreichten 1-8 Stimmen. Über dieses deutliche Votum für den Seligen Bernhard Lichtenberg wurde der Pastoralausschuss und die Steuerungsgruppe informiert.

Die Servicestelle (früher Stabsstelle) des Erzbistums wandte ein, dass es mögliche Mitbewerber gebe. Mit dem Vertrauen darauf, dass unsere Argumente die Überzeugendsten sind, reichte schließlich Pfarrer Oliver Cornelius unseren Namenswunsch beim Erzbischof ein. Darin waren auch Zitate aus den vielen Begründungen mitgeschickt worden und Ergänzungen aus der AG bezüglich der in die Zukunft weisenden pastoralen Bedeutung des Seligen.

Einige der wichtigsten Argumente dürften wohl sein: Bernhard Lichtenbergs Tätigkeit als Kaplan in St. Michael, Dompropst in St. Hedwig, enge Kontakte zu Margarete Sommer (Herz Jesu). Die Gebeine lagen seit 1965 in St. Hedwig (zurzeit wegen des Umbaus der Kathedrale im Karmel Regina Martyrum ausgelagert) und sollen dahin wieder überführt werden. Bisher war das Bernhard-Lichtenberg-Haus von zentraler Bedeutung für Begegnung. Bis heute ist er für uns Glaubenszeuge durch sein Vorbild als Widerstandskämpfer im Dritten Reich und seinen Einsatz für Frieden und Menschenrechte. Er ist ein „moderner“ Heiliger, einer, der in Berlin, in unserer Mitte Priester und Seelsorger war. Es gibt auch aktuell in der pastoralen Ausrichtung von Bernhard Lichtenberg viele Bezüge zu den vier Gemeinden. Mit Zuversicht dürfen wir die Entscheidung erwarten und hoffen mit unseren Argumenten auf gute Chancen.

Für die AG Martyria/Öffentlichkeitsarbeit
Elisabeth Mitter